Neujahrsgrüße

2021

Die Erde nicht maßlos ausbeuten

Ist es schon nach Zwölf?

„Corona“ ist eine Patronin in der katholischen Welt

und schützt Schatzgräber, Metzger und das Geld.

Es ist aber auch ein Virus ungeahnter Art

und wütet unter den Menschen sehr hart.

Bedroht den sozialen Umgang und das Kapital,

wir müssen schnell reagieren, es bleibt uns keine Wahl.

Ganz anders als die Patronin, ist der Virus ein Schreck.

Wie kriegen wir nur dieses Gespenst wieder weg?

Mit Forschung, Disziplin und Vertrauen in das Wissen,

bekommen wir das Ruder vielleicht herum gerissen.

Der achtlose Kurs in den vergangenen Zeiten

zeigt, es ist nicht gut, die Erde maßlos auszubeuten.

Überzogener Konsum und Missachtung der Natur

sind ein Irrweg, drum: Wechsel die Spur!

Es gibt Medizin oder die Impfung für viele Gebrechen,

aber unsere Klimasünden werden sich später rächen.

Die Zeiger stehen schon lange hinter dem oberen Strich,

es ist schon nach Zwölf und wir lassen die Erde im Stich.

Das Unheil kennt leider kein abruptes Ende,

keinen Frieden in der Welt und auch keine Klimawende.

Wir müssen global denken und entschieden agieren,

bevor wir den „Blauen Planeten“ für immer verlieren.

Fangen wir hier und jetzt in Eckernförde an,

alle, gemeinsam, ob Divers, Frau oder Mann.

Zeigen wir der nächsten Generation: „Wir schaffen das“ schon. Ein neuer

Anlauf mit Zuversicht, wünsche ich mit diesem Gedicht.

Edgar Meyn (Fraktionsvorsitzender)

Eckernförde, den 31.12.2020


 

2020

In einem Boot

Der Erdenbürger schaut verunsichert in die große, weite Welt,

Fluchtdramen, Missernten, Handelskriege, überall geht´s ums Geld.

Ob Deutschland, Europa oder Nachrichten aus der Stadt,

manchmal hat man die Hiobsbotschaften einfach satt.

Simple Lösungen kommen da ungefragt vom „rechten Rand“,

hoffentlich halten die Verunsicherten dieser Versuchung stand.

Um alle Miseren aufzuzählen, reichen weder Zeit noch Zeilen,

zudem sagt die Redaktion, liebe Politiker, ihr müsst euch beeilen.

Und dennoch kann man kommunal, im engen Kreis was erreichen,

auch wenn politische Mehrheiten zuweilen gute Ideen streichen.

Über das Thema Kino kann man philosophieren – ganz unbenommen,

es wird wohl einen schönen Platz auf der Räucherofenasche bekommen.

Unser übertriebener Konsum und überzogene Lebenswandel,

sind halt gute Partner für den Abfall- und Bauschutthandel.

Um Probleme zu lösen, rettet sich so mancher in einen Arbeitskreis,

da wird beraten und verhandelt, weil keiner die richtige Lösung weiß.

Manchmal gibt es eine überfraktionelle, einstimmige Resolution

aber diese Art des Hilferufs, kennen wir zu genüge schon.

Es nutzen keine guten Vorsätze, wir müssen jetzt Handeln in der Not.

Ob Erderwärmung oder Trinkwassermangel,

wir sitzen alle in einem Boot.

Ein nicht „weiter so“ fürs neue Jahr und alles Gute,

wünschen die Grünen in Eckernförde.

Edgar Meyn (Fraktionsvorsitzender)

Kai Rossen (Vorsitzender Ortsverband)

Eckernförde, den 31.12.2019


2019

Mit 3 V ins neue Jahr

Das Leben, der Umgang werden allgemein rauer,

der Mensch nicht besser und leider auch nicht schlauer,

Streit und Zwietracht wirken zunehmend auf den Umgangston,

die Gleichgültigkeit wächst, aber wen kümmert das schon?

Auch die Politik ist von diesem Virus betroffen,

Eitelkeit und Rechthaberei machen den Geist besoffen.

Dabei geht es doch nicht um die eine, absolute Wahrheit,

vielmehr um Informationen und eindeutiger Klarheit.

Annahmen, Vermutungen und wage Hypothesen,

sind keine guten Geister, schädlich fürs Gemeindewesen.

Wenn durch sorgfältige Analyse Fakten entstehen,

kann man so manchen politischen Diskurs überstehen.

Dann ist Mehrheit auch Mehrheit durch sicheres Wissen,

die Latte der Moral wird nicht so leichtfertig gerissen.

Doch wenn nur die Zahl 21 im Raume steht,

ein eisiger Wind durch den alten Ratssaal weht,

dann ist die Minderheit in einer aussichtslosen Lage.

Was nun Demokratie? Lautet folgerichtig die Frage.

Auch Bürgerbeteiligung und Mitsprache geraten in den Sog,

verschwinden wie wertvolles Futter in einem maroden Trog.

So kann man die Zukunft nicht nachhaltig gestalten,

sondern die bestehende Misere nur blindlings verwalten.

Aus Minderheit sollte auch Mehrheit werden können,

man muss sich nur einige faire Bedingungen gönnen.

3 V können dabei unterschiedliche Positionen verbinden,

sie helfen Kompromisse und gute Lösungen zu finden.

Verantwortung, Verlässlichkeit und Vertrauen,

darauf kann eine Gemeinschaft sicher bauen.

Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr, alles Gute!

Edgar Meyn (Fraktionsvorsitzender)

Eckernförde, den 31.12.2018