2020

25.07.2020

Grüne: Es fällt kein Parkplatz weg

ECKERNFÖRDE – Die Innenstadt soll verkehrsberuhigt werden: Die Reeperbahn wird zwischen Schulweg und Preußerstraße als Einbahnstraße eingerichtet und die Zufahrt in die Altstadt nur für Anlieger, Menschen mit Behinderung und Radfahrer möglich. Der Wirtschaftskreis hat das kritisiert und bemängelt, dass dadurch 150 Parkplätze wegfallen.
Laut einer Pressemitteilung der Grünen ist das nicht richtig: „Rein öffentliche Parkplätze gibt es bereits heute sehr wenige, es sind überwiegend Anwohnerparkplätze, die auch öffentlich genutzt werden können. Da aber die Anwohnerparkrechte die zur Verfügung stehenden Plätze deutlich überschreiten, müssen Anwohner zum Teil auf Plätze an den Rand der Altstadt ausweichen. Die Maßnahme führt somit nur dazu, dass Besucher am Rand der Altstadt parken und die Anwohner in der Nähe ihrer Wohnungen.“ Der Parksuchverkehr werde jedoch deutlich eingeschränkt. Und das sei im Interesse der Bürger, Anwohner und der Wirtschaft in der Altstadt.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)


17.07.2020

Wegen des Bürgerbegehrens: Edgar Meyn und Barbara Davy stellen Fragen an die Verwaltung

ECKERNFÖRDE – Die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke beurteilen das laufende Bürgerbegehren St.-Nicolai-Straße kritisch. In einer Pressemitteilung kündigen sie eine Anfrage an die Verwaltung an. „ Wir möchten eine genaue rechtliche Analyse des Verfahrens haben und Informationen für die Öffentlichkeit bereit stellen. Aus den Erfahrungen der Gaehtjestraße haben wir gelernt, dass die Öffentlichkeit rechtzeitig und ausführlich informiert werden sollte. Wir meinen, Verwaltungsarbeit und politische Entscheidungen sollten öffentlicher Kritik standhalten können“, heißt es. „Durch das Bürgerbegehren wird u.E. eine Mehrheit aufgefordert, über die Belange einer Minderheit und deren zustehenden Rechte zu entscheiden“, so Edgar Meyn (Die Grünen) und Barbara Davy (Die Linke). Folgende Fragen wollen die beiden Fraktionen klären:Wie schätzt die Verwaltung rechtlich den Punkt „Minderheitenschutz“ in diesem Fall ein? „Bei der AG Haushaltskonsolidierung wurde erwähnt, dass die Verwaltung derzeit alle Aufträge im Zusammenhang mit der St.-Nicolai-Straße gestoppt hat. Soweit uns bekannt ist, tritt eine gesetzliche Schutzwirkung für die Ziele des Bürgerbegehrens erst mit dem Zulässigkeitsbeschluss der Ratsversammlung ein“, heißt es weiter. Die Fraktionen wollen wissen: „Welche zwingenden Gründe haben zur Einstellung der Vorbereitungen/Baumaßnahmen geführt?“ Die Initiatoren des Bürgerbegehrens publizierten ihr Anliegen im öffentlichen Raum und stellten ihren Standpunkt einseitig dar, so Meyn und Davy.„Ist es in der derzeitigen Phase rechtlich möglich, dass auch die Stadt den Ratsbeschluss und die Art und Weise der Baumaßnahmen öffentlich darstellen kann (Plakate und Info-Tafeln)? Welche Auswirkungen hätte ein positiver Bürgerentscheid auf die Umbaumaßnahmen in der St.-Nicolai-Straße? Stünde das Begehren rechtlich über dem Recht von Menschen mit Behinderung auf Barrierefreiheit? Im Hauptausschuss am 27. August hoffen Meyn und Davy auf eine öffentliche Erläuterung.

(von Susanne Karkossa-Schwarz, Eckernförder Zeitung)


08.07.2020

Grüne fordern Kaufleute auf, den Antrag auf ein Bürgerbegehren gegen den barrierefreien Ausbau zurückzuziehen

ECKERNFÖRDE – Die Kaufmannschaft der St.-Nicolai-Straße hat am 4. Juli bekanntgegeben, dass ein Bürgerbegehren gegen den beschlossenen und schon beauftragten barrierefreien Ausbau der Nicolaistraße beim Innenministerium beantragt wurde: „Wollen wir den Charakter der St.-Nicolai-Straße beibehalten?“ soll die Fragestellung lauten, über die die Bürger abstimmen sollen.

„Das Recht steht den Anliegern zu, aber die Fragestellung wirkt auf die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen irritierend“, erklärte dazu Sören Vollert, der Vorsitzende des Bauausschusses. „Es war doch einhellige Meinung der Mitglieder im Bauausschuss, den Charakter der Straße beizubehalten. Deshalb wurde eine Variante gewählt, die sich an die Gestaltung des Ist-Zustandes anlehnt, aber sämtliche Anforderungen an die Barrierefreiheit löst.“ Offensichtlich sei der Entwurf bei den Kaufleuten nur lückenhaft bekannt. Im September 2018 sei eine erste Studie über Varianten der barrierefreien Umgestaltung durch den beauftragten Landschaftsplaner  öffentlich im Bauausschuss vorgestellt worden, sagte Vollert. Die intensive Diskussion führte zu Überarbeitungen, die im Dezember 2018 und Januar 2019 vorgestellt wurden. Die Presse habe immer ausführlich berichtet. Die Grünen bedankten sich ausdrücklich beim Beirat für Menschen mit Behinderung und dem Seniorenbeirat für die konstruktiven Beiträge in dieser langen und ausführlichen Diskussion. „Viele Mitglieder im Bauausschuss waren zunächst skeptisch, haben die Wichtigkeit der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum aber im Prozess erkannt und deshalb einstimmig ohne Gegenstimme im Bauausschuss am 29. Januar 2019 zugestimmt. Letztendlich ist der Rat der Empfehlung des Fachausschusses gefolgt und hat am 6. Februar 2020 einstimmig ohne Gegenstimme zugestimmt“, so Vollert. Leider sei in den Sitzungen des Bauausschusses von der Kaufmannschaft nichts zu sehen oder hören gewesen. Auch die Einwohnerfragestunde im Bauausschuss sei von ihnen nicht genutzt worden. Auf Drängen der Einzelhändler sei eine Fristverlängerung beim Land als Fördermittelgeber beantragt und genehmigt worden. Die Baumaßnahme sollte jetzt nicht im Sommer 2020 sondern im Winter 2020 / 2021 erfolgen, „um die Umsatzeinbußen klein zu halten“. Jetzt sei die Pandemie erschwerend dazwischen gekommen, viele  Bürger und auch die Kaufleute seien davon z.T. stark betroffen. „Diese Probleme nehmen wir sehr ernst. Allerdings ist hier auch die Situation der Stadt zu beachten. Die Aufträge für die Baumaßnahme sind vergeben. Die städtischen Kassen werden durch die Pandemie ein Minus von über 4 Millionen Euro ausweisen. Die Stadt versucht mit ihren Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen zu helfen, muss aber gleichzeitig den Gürtel noch enger schnallen, also zukünftig andere Ausgaben begrenzen. Deshalb ist abzuwägen, ob die finanziellen städtischen Risiken durch eine Verschiebung der Maßnahme Nicolai-Straße, die kurzfristigen Vorteile für die Kaufmannschaft rechtfertigt“, erklärte Sören Vollert. „Wir sind der Meinung, dass die Situation in einem Jahr ähnlich sein wird. Dann müsste wieder eine Verschiebung kommen. Deshalb sollte der bereits vergebene Auftrag umgesetzt werden.“ Eine Umsetzung ist mehrheitlich durch den Finanzausschuss beschlossen worden. „Leider entsteht zunehmend der Eindruck, dass aus dem Bürgerbegehren ein politisches Machtspiel wird. Dabei treten in der Regel  Sachargumente in den Hintergrund. Wir hoffen, dass die Kaufmannschaft sich nicht für parteipolitisch motivierte Machtspiele instrumentalisieren lässt.“ Im Pressetext vom 4. Juli hätten die Nicolai-Einzelhändler erklärt, keinesfalls gegen einen barrierefreien Ausbau zu sein. Dann wird behauptet, dass dieser Ausbau schon für 50.000 Euro zu realisieren wäre. „Alle, die auch nur eine Sitzung zum Thema verfolgt haben, wissen, dass diese Zahl völlig unrealistisch ist. Hier wird die Barrierefreiheit mit einer leichten mittleren Begradigung verwechselt. Das Gefälle zu den Geschäften ist damit nicht gelöst, die Blindenstreifen ist nicht enthalten und die Entwässerungspunkte sind nicht angepasst. Zudem werden weitere Kosten für den Unterbau und für die Schadstoffbeseitigung mittelfristig ohnehin erforderlich sein. Also fallen die Kosten für die Oberfläche dann zweimal an“, wies Vollert diese Behauptung zurück.  Ziel der Maßnahme sei eine Barrierefreiheit, die den Namen auch verdient. „Wir appellieren an die Kaufmannschaft der Nicolaistraße, den Antrag für ein Bürgerbegehren zurückzuziehen. Es müssen sofort intensive Gespräche der Anlieger zusammen mit der Verwaltung und den Stadtwerken geführt werden, um die Beeinträchtigung während der abschnittsweisen Umsetzung möglichst gering zu halten“,  erklärte Vollert. Eckernförde sollte Vorreiter einer vorbildlichen Barrierefreiheit im öffentlichen Raum werden. Davon würden die Kaufleute, aber auch alle Bürger und Besucher Eckernfördes profitieren.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)


13.06.2020

„Anlieger frei“ für die Innenstadt

ECKERNFÖRDE – Um eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt zu erreichen, hat der Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, einige Straßen nur noch für den Anliegerverkehr zugänglich zu machen. Gleichzeitig sollen die bislang öffentlichen Parkplätze in diesen Straßen – insgesamt etwa 150 Stück – nur noch von Anwohnern und Inhabern eines Schwerbehindertenausweises genutzt werden dürfen.
Die Maßnahme soll „so schnell wie möglich“ umgesetzt werden und betrifft die Straßen Jungfernstieg, Schiffbrücke, Frau-Clara-Straße, Langebrückstraße, Ottestraße und Hafengang sowie Gerichtstraße und Kieler Straße Süd inklusive aller dazwischen liegenden Verkehrswege in der Altstadt, wie zum Beispiel die Mühlenstraße und die Gudewerdtstraße. Private Parkplätze, wie beispielsweise die Tiefgarage der Sparkasse, sollen weiterhin angefahren werden können. Auch das Bringen und Abholen von Menschen, zum Beispiel bei einem Arztbesuch, sind möglich. Weiterhin öffentliche Parkplätze wird es in der Gartenstraße (Rewe), in der Reeperbahn, am Bahnhof, am Exer und am Innenhafen geben. Die Politik verspricht sich von der Maßnahme eine deutliche Verkehrsberuhigung. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob die Reeperbahn zwischen Schulweg und Preußerstraße in Fahrtrichtung Lornsenplatz zur Einbahnstraße umgewidmet werden kann. Der Durchgangsverkehr in der Gegenrichtung soll so auf die B 76 umgeleitet werden. Der Antrag im Bauausschuss wurde von CDU, FDP und SSW gestellt und von den Grünen und der Linken unterstützt. Nur die SPD stimmte gegen die Maßnahme. Jürgen Neumann sprach von einem „Schnellschuss“ und plädierte dafür, das Ergebnis des Parkraumkonzeptes abzuwarten, in dem die Auswirkungen einer autofreien Altstadt beleuchtet werden sollen. Zudem müssten die öffentlichen Parkplätze, die in der Innenstadt wegfallen, woanders geschaffen werden. Schon im vergangenen Jahr hatte die CDU-Fraktion einen Prüfauftrag an die Verwaltung gestellt, in dem sie nach Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt fragte. Im März hatte Axel Sperber vom städtischen Bauamt diese Anfrage in einer Bauausschussitzung beantwortet und mehrere Möglichkeiten vorgestellt. Sie reichten von einer einfachen Erhöhung der Parkgebühren bis zur Abriegelung der Innenstadt mit Schranken und Pollern. Zunächst war nur das Anbringen von Schildern mit der Aufschrift „Anlieger frei“ an den Zugangsstraßen der Innenstadt im Gespräch. Doch das, so Bauamtsmitarbeiter Axel Sperber, dürfte keinen Effekt haben. Jeder, der in der Innenstadt einkaufen, einen Arzt besuchen oder in einer Gastronomie einkehren wolle, habe ein Anliegen. Erst, wenn die Autos nicht parken können, werde eine Verkehrsberuhigung eintreten. Neben Anliegern und Inhabern eines Behindertenausweises sollen auch Taxis, Busse und Fahrräder zugelassen werden. Rainer Beuthel (Die Linke) plädierte dafür, die Maßnahme zunächst für zwei Jahre auszuprobieren, um dann eventuell nachzubessern. Die Kosten für das Aufstellen von Schildern an den Zufahrten seien laut Axel Sperber marginal. Beuthel: „Und sonst werden die Schilder eben wieder abgebaut.“ Dem stimmte Ausschussvorsitzender Sören Vollert (Grüne) zu: „Einen Versuch ist es wert.“ Sein Fraktionskollege Edgar Meyn schlug vor, zunächst nur den nördlichen Teil der Innenstadt als „kleines Experiment“ zu nutzen, was aber keine Zustimmung fand. Karin Himstedt (CDU) riet dazu, gleich beim Einfahren in den Innenstadtbereich auf den Schildern darauf hinzuweisen, dass Parkplätze nur für Anwohner und Schwerbehinderte vorhanden sind. Und Rainer Bosse (SSW) wies darauf hin, dass Arztpraxen oder Geschäfte vielleicht bisher öffentliche Parkplätze anmieten könnten. Aus dem Seniorenbeirat kamen Bedenken: Die Maßnahme sei eine sehr drastische Veränderung der Zugangsmöglichkeiten zur Innenstadt. Der Beirat für Menschen mit Behinderung regte an, dass man – ähnlich wie in Köln – Parkberechtigungen für besondere Personengruppen ausstellen könne. Die Umsetzung der Maßnahme kann laut Bauamt in wenigen Wochen erfolgen. Langfristig soll die gesamte Innenstadt verkehrsberuhigt werden.

(von Arne Peters, Eckernförder Zeitung)


11.06.2020

Grüne und Linke fordern Absetzung

ECKERNFÖRDE – In einem offenen Brief an Bürgervorsteherin Karin Himstedt fordern dieFraktionen Die Grünen und Die Linke, das Thema „Barrierefreier Ausbau der St.-Nicolai-Straße“ von der Tagesordnung der Ratsversammlung am 18. Juni zu nehmen. Hintergrundist die Pairing-Vereinbarung, um den Corona-Beschränkungen entsprechend dieVersammlung im Ratssaal durchführen zu können. Das heißt, es nehmen nur 27 Ratsmitglieder entsprechend der Fraktionsstärke plus Ratsfrau Doris Rautenberg teil. „Esbesteht eine Absprache der Fraktionen, das der TOP ’Barrierefreiheit St.-Nicolai-Straße’ vonder Tagesordnung der Ratsversammlung genommen wird, wenn keine andere Empfehlungdes Finanzausschusses erfolgt.“ Dieser Vereinbarung sei die Bürgervorsteherin nichtnachgekommen, erklärten die Faktionsvorsitzenden Edgar Meyn (Grüne) und Barbara Davy (Linke), „obwohl sich der Finanzausschuss gegen eine Verschiebung und für dieUmsetzung der Baumaßnahme ab November aussprach“. Man habe Verständnis für dieSorgen der Geschäftsleute in der Nicolai-Straße und sei bereit, „eine gute Lösung für dieanstehende Baumaßnahme zu erarbeiten“. Gewerbetreibende, Stadtmarketing, Stadtwerke,Verwaltung und Politik könnten an einem Runden Tisch Hilfen für einen möglichstreibungslosen Ablauf entwickeln. „Das ist unser Angebot.“ Eine nochmalige Verschiebungwäre mit mehr Nach- als Vorteilen verbunden.Zudem halten Grüne und Linke die in der Nicolaistraße ansässigen Geschäftsleute undCDU-Ratsmitglieder Lars Vondenhoff und Katharina Heldt für befangen, sie dürften in derSache nicht mit abstimmen.

(von Susanne Karkossa-Schwarz, Eckernförder Zeitung)


08.06.2020

Fraktionen wollen Kreuzfahrer stoppen

ECKERNFÖRDE – Nachhaltiger Tourismus und Kreuzfahrer sind nicht vereinbar. Das meinen die Fraktionen von SPD, Grüne, FDP, Linke und die fraktionslose Ratsfrau Doris Rautenberg. Im Umweltausschuss am 16. Juni wollen sie beantragen, dass ab 2022 kein Kreuzfahrtschiff die Eckernförder Bucht mehr anläuft. Jeweils rund fünf Anläufe von Ozeandampfern hatten es in den vergangenen Jahren vor dem Ostseebad gegeben. Die Meinungen darüber sind geteilt. Während sich die einen an dem Anblick der weißen Riesen erfreuen, kritisieren die anderen die Abgas-Problematik der schwimmenden Hotels. Die Verwaltung der Stadt Eckernförde hielt zuletzt in ihrer Antwort auf einen Prüfantrag fünf Anläufe pro Jahr für verkraftbar. Die Antragsteller verweisen auf das Klimaschutzkonzept der Stadt, in dem es heißt: „Eckernförde ist bestrebt, die klimafreundliche Stadtentwicklung weiter voranzutreiben“. Eine intakte Natur und umweltfreundlicher Tourismus seien dafür wichtige Faktoren. Angeführt wird auch das Tourismuskonzept, in dem die Kritik aus der Bevölkerung an den Kreuzfahrtschiffen als Schwäche und Risikopunkt in der Rubrik Tourismusbewusstsein und Tourismusakzeptanz eingeordnet wurde. Die beantragenden Fraktionen wollen die Kreuzfahrtschiffe in Eckernförde jetzt stoppen. Dazu sollen die geplanten Anläufe für dieses und nächstes Jahr geprüft und eine Absage auf rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen hin bewertet werden. Geht es nach den Antragstellern, deren Anti-Kreuzfahrer-Bündnis rechnerisch eine knappe Mehrheit besitzt, sollen ab 2022 dann gar keine Ozeanriesen vor Eckernförde mehr vor Anker liegen. Derzeit ist der Kreuzfahrt-Tourismus von der Corona-Krise gebeutelt. Der Veranstalter Phönix Reisen, der mit dem Ostseebad kooperiert, hat drei Anläufe für Eckernförde bereits abgesagt. Geplant sind in diesem Jahr noch die MS „Albatros“ (16. August), die MS „Deutschland“ (19. August) und die MS „Amera“ (5. September) – vorbehaltlich allerdings der weiteren Corona-Lage. Für 2021 sind bislang drei Anläufe vorgesehen.

(von Christoph Rohde, Kieler Nachrichten)


08.03.2020

Eckernförder Energiestandard für öffentliche Bauvorhaben  

ECKERNFÖRDE –  Das Klimaschutzkonzept der Stadt wurde 2015 von der Ratsversammlung beschlossen, doch passiert ist seither wenig. Jetzt haben die Grünen im Bauausschuss einen Antrag auf die Einführung eines „Eckernförder Energiestandards“ gestellt, der auch die Zustimmung der anderen Fraktionen fand. Demnach soll für Bauvorhaben der Stadt ein energetischer Mindeststandard eingeführt werden. Für Bauvorhaben im Einflussbereich der Stadt, zum Beispiel bei Grundstücksverkäufen an Investoren, wird dieser Mindeststandard angestrebt. In begründeten Fällen soll die Verwaltung von den Anforderungen abweichen können. Wie sieht dieser Mindeststandard aus? Für energiesparende Gebäude gibt es einen Orientierungsmaßstab: den KfW-Effizienzhaus-Standard. Er wird durch Werte zwischen 55 und 115 ausgedrückt. Je kleiner der Wert ist, desto geringer ist der Energiebedarf. Das spiegelt sich zum Beispiel in geringeren Heizkosten wieder, aber auch in einer höheren Förderung. Als Referenz dient ein KfW-Effizienzhaus 100, das den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht. Der Eckernförder Energiestandard besagt, dass der Primärenergiebedarf 45 Prozent unter den Anforderungen dieser Energieeinsparverordnung liegen muss. Das entspricht „KfW-Effizienzhaus 55“, dem zurzeit höchsten Standard. Für umfassende Sanierungen muss der Primärenergiebedarf dem Standard „KfW-Effizienzhaus 100“ genügen. Zusätzlich werden in dem Eckernförder Energiestandard auch Vorgaben zu Faktoren wie Lüftung, Beleuchtung und Wärmebezug geklärt. Keinerlei Einfluss hat der „Eckernförder Energiestandard“ auf private Bauvorhaben. „Die öffentliche Hand hat eine Vorbildfunktion im Bereich des Klimaschutzes zu erfüllen“, sagte Ausschussvorsitzender Sören Vollert (Grüne). „Der Eckernförder Energiestandard resultiert aus dem Klimaschutzkonzept.“ Eckernförde sei nicht allein. In Kiel sei ein solcher Standard schon eingeführt, Lübeck diskutiere zurzeit darüber. Auf Nachfrage von Helge Molt (FDP) erklärte Axel Sperber vom Eckernförder Bauamt, dass der Eckernförder Energiestandard zwar erhöhte Anforderungen darstelle, „aber alles in einem vertretbaren Rahmen und umsetzbar“. Laut Bürgermeister Jörg Sibbel baue das Genossenschaftliche Wohnungsbauunternehmen (GWU) Eckernförde zum Beispiel schon seit Jahren in diesem Standard. Bei einer Gegenstimme von Georg Bicker (CDU) wurde der Antrag angenommen.

(von Arne Peters, Eckernförder Zeitung)


27.02.2020

Kein Geld für die Kleingärtner  

ECKERNFÖRDE –  Die Pächter der Kleingartenkolonie Süderhake II fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen. Bodenproben haben eine Belastung mit polycyclischem Kohlenwasserstoff (PAK) ergeben. Ein Gärtnern oder Ernten kam nicht infrage – und das seit nunmehr zwei Jahren. Die Untere Bodenbehörde des Kreises verfügte Auflagen, nach deren Erfüllung die Gärten wieder in Betrieb genommen werden könnten, unter anderem Anschaffung von Hochbeeten für das Gemüse, Begrünung der Wege, um die Stäube einzudämmen, keine spielenden Kinder (wir berichteten). Im Umweltausschuss am Dienstag erklärte die Kleingärtner-Vorsitzende Alexandra Kahlstorff, dass die 52 betroffenen Kleingärtner in der Süderhake II bereit sind, alle Auflagen zu erfüllen. Im Gegenzug möge die Stadt die Projektkosten in Höhe von 73.800 Euro tragen (siehe EZ vom 25. Februar). Doch die Politik reagierte ablehnend. „Haben Sie mal an einen Plan B gedacht, die Kolonie Süderhake II aufzugeben?“, fragte Rainer Bruns (CDU). Gerade vor dem Hintergrund des ansteigenden Wasserpegels des Windebyer Noores und der dadurch verursachten Überschwemmungen sei ein Verbleib fraglich. Bruns bezog sich auf den vorhergehenden Vortrag von Dr. Angelika König vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein über Untersuchungen des Windebyer Noores in Bezug auf die Wasserqualität (Bericht Seite 9). Bruns möchte vor einer Entscheidung über den Antrag die Ergebnisse der Bodenproben aus der Kolonie Süderhake I abwarten. Unterstützung erhielt er von Perdita Schaarschmidt (CDU): „Eine weitere Gefährdung der Pächter ist nicht auszuschließen. Außerdem ist die Sache mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.“ Sie brachte die Drittel-Regelung des Bundeskleingartengesetzes ein, die besagt, dass ein Drittel der Fläche gärtnerisch genutzt werden soll. Das sei mit den geplanten 8 Quadratmeter großen Hochbeeten nicht gewährleistet. Anja Koch von den Grünen zeigte sich erstaunt, dass die Kleingärtner „in diesem verseuchten Gebiet“ weitermachen wollen. Sie wünsche sich eine weitere Datenlage. „Wir schaffen damit einen Präzedenzfall. Das können wir heute nicht beschließen.“ Ganz anders Fraktionschef Edgar Meyn: „Wenn Bürger so entschlossen sind, etwas Gutes zu machen und sich um ein verseuchtes Gebiet kümmern wollen, dann sind wir die letzten, die nein sagen.“ Torben Michler (SPD) gab zu bedenken, dass es sich bei der Hochbeet-Lösung nur um eine temporäre Lösung handele – und was dann? Karl-Ludwig Loth (FDP) bat die Kleingärtner angesichts der Verantwortung der Politik um Verständnis: „Es ist auch viel Geld. Ich sehe keine Möglichkeit, da im Moment Geld zu investieren.“ Auch die fraktionslose Ratsfrau Doris Rautenberg lehnte eine Verwortung zurzeit ab. „Wir haben das Gefühl, wir sollen mürbe gemacht werden“, so Alexandra Kahlstorffs Reaktion, „jetzt wird wieder alles in Frage gestellt“. Mit sieben Ja-Stimmen und zwei Nein-Stimmen votierte der Ausschuss für eine Vertagung. Bis Ende März sollen die Ergebnisse der Proben aus der Kolonie Süderhake I vorliegen. Diese werden an die Untere Bodenbehörde geschickt, so Torsten Mews, Abteilungsleiter der Bauverwaltung. Liegt diese Stellungnahme vor, ist die Politik wieder am Zug. Werner Wiggert (74) ist der Obmann in der Kolonie Süderhake I und betreibt seit 46 Jahren seinen Garten. Schon sein Großvater hatte hier einen Garten, auch seine Kinder und Enkelkinder haben im Garten gespielt. Seit über 40 Jahren dabei ist auch Horst Jessen (78). „Als Schüler bin ich im Schulgarten der Willers-Jessen-Schule in der Süderhake II gewesen und lebe immer noch.“ Beide befürchten, dass die Stadt die Flächen beider Kolonien als mögliches Bauland ansehen. „Sie wollen über die Hintertür an dieses Gelände herankommen“, so Werner Wiggert.

(von Susanne Karkossa-Schwarz, Eckernförder Zeitung)


20.02.2020

Sprechstunde der Grünen

ECKERNFÖRDE –  Bündnis 90/Die Grünen lädt heute zur Bürgersprechstunde in die alte VHS (Frau-Clara-Str. 6) ein. Beginn ist um 18 Uhr. Ziel der Veranstaltung ist es, im direkten Gespräch die Anliegen, Sorgen und Wünsche der Eckernförder zu erfahren.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)


03.02.2020

Problemzone Mühlenberg  

Eckernförde – Der Verwaltung liegen mehrere Prüfanträge von CDU, SPD und Grünen zur Verkehrsentlastung der Innenstadt und zur Verbesserung der Radfahrsicherheit vor. Die Anträge wurden im Bauausschuss am 24. Juni 2019 jeweils einstimmig angenommen. Der Antrag der Grünen betraf eine der in puncto Sicherheit wohl prekärsten Straßen, den Mühlenberg. Auf knapp 200 viel befahrenen Metern kommt es zu einer Ballung von Kraftfahrzeugen, Fahrradfahrern und Fußgängern auf engstem Raum wie wohl in keiner anderen Straße. Sicherheit ist das oberste Gebot. Noch gilt dort keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h, wie sie die Grünen beantragt hatten, und ebenfalls gibt es noch keinen Fahrradstreifen auf der Fahrbahn. Und das scheint von der Stadt als Verkehrsbehörde und der Polizei auch nicht unbedingt angestrebt zu werden. Beide scheinen von der Sinnhaftigkeit eines solchen auf der Fahrbahn befindlichen Fahrradstreifens, wie sie sowohl der Automobilclub als auch der Fahrradclub propagieren, nicht überzeugt zu sein. Zu eng und teilweise bedrängt ist die Verkehrssituation am Mühlenberg, so dass die Sicherheit der Fahrradfahrer vermutlich nicht gewährleistet werden kann. Der Leiter der städtischen Ordnungsbehörde, Klaus Kaschke, wies in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses auf „mehrere Abstimmungsgespräche mit der Polizei“ hin, es gebe „unterschiedliche Auffassungen zu möglichen Maßnahmen“. Unklar sei noch, ob auf diesem kurzen Streckenabschnitt Tempo 30 eingeführt werden soll, wie es beispielsweise bereits in der nahe gelegenen Reeperbahn bereits angeordnet worden ist. Größter Knackpunkt sei allerdings die Anlage eines stadteinwärts (oder Mühlenberg-abwärts) auf der Fahrbahn abgeteilten Fahrradstreifens. „Die Polizei hat darauf hingewiesen, dass die Straßenbreite dafür wahrscheinlich nicht ausreichend ist“, sagte Kaschke. In Kürze werde es dazu eine abschließende Stellungnahme geben. Der Radfahrstreifen muss ausreichend breit sein und wird mit einer gestrichelten Linie gekennzeichnet. Autofahrer müssen beim Überholen einen Mindestabstand von 1,50 Meter vom Radfahrer einhalten.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)


03.02.2020

Klimaschutz beim Grün-Schnack

Eckernförde – Der Vorstand der Eckernförder Grünen lädt morgen um 19 Uhr zum nächsten „Grün-Schnack“ in die Frau-Clara-Straße 6 ein. Thema ist der Klimaschutz in Eckernförde. Das Klimaschutzkonzept der Stadt von 2015 wurde durch die Ratsversammlung beschlossen, passiert ist zwischenzeitlich wenig. Der Ortsverband hat daher ein Positionspapier aufgestellt und Vorschläge zur Umsetzung entwickelt. Der Schwerpunkt liegt in der konkreten Wirksamkeit und Umsetzung der Maßnahmen und nicht in ihrer Anzahl. Nach einer einleitenden Vorstellung einiger Ideen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Stadt mit dem Schwerpunkt „Energiestandard der Stadt Eckernförde“ und „Verkehrswende“ findet eine Diskussion statt. Ideen, Wünsche und die Umsetzbarkeit werden besprochen und sollen in die weitere Arbeit einfließen. Die Moderation übernimmt Sören Vollert vom Ingenieurbüro Vollert. Jeder ist eingeladen.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)


31.01.2020

Eckernförder Parkraumkonzept soll aktualisiert werden  

Eckernförde Am Ende stand die SPD mit leeren Händen da. Sie wollte ihre beiden Anträge zur Einrichtung von P+R-Parkplätzen am Stadtrand mit einem Shuttledienst in die Innenstadt und wieder retour sowie der Festlegung eines erheblichen Kontingents von Parkplätzen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben beim anstehenden Bau neuer Parkplätze nicht in die von den anderen Fraktionen beantragte Aktualisierung des Parkraumkonzepts einbringen, sondern gesondert zur Abstimmung bringen. Obwohl inhaltlich teilweise von den übrigen Fraktionen mitgetragen, wurden die Anträge mit großer Mehrheit abgelehnt. CDU, Grüne, SSW und FDP wollten diese Themen im Gesamtzusammenhang mit der Fortschreibung des Parkraumkonzepts diskutiert wissen und der SPD keine „Extrawurst“ zugestehen. Die Aktualisierung des Parkraumkonzepts hingegen fand bis auf die beiden SPD-Stimmen geschlossen Zustimmung und wird nun ergänzt und neu aufgearbeitet. Frauke Piechatzek und Jürgen Neumann hatten zuvor um Zustimmung für die beiden SPD-Anträge geworben. Die Errichtung von P+R-Parkplätzen am Stadtrand mit einem Shuttledienst in die Innenstadt stehe bereits im Parkraumkonzept aus dem Jahr 2014, sei überfällig und müsse nun endlich vorrangig angegangen werden, forderte Piechatzek. „Wir wollen das beschlossene Parkraumkonzept einfach umsetzen, wir wollen keine Aktualisierungen“, sagte SPD-Fraktionschef Neumann. Ein neuer Aspekt ist die Ausweisung eines erheblichen Kontingents an Stellplätzen für E-Autos oder Fahrzeuge mit anderen alternativen Antrieben, mit dem die SPD die Abkehr von umweltschädlichen „Verbrennern“ fördern möchte.  Edgar Meyn (Die Grünen) pochte auf ein möglichst aktuelles und umfassendes Gesamtkonzept, nur dann ließen sich alle wichtigen Aspekte miteinander in Einklang bringen. Dirk Willi Möller (CDU) unterstützte Meyn. Einzelmaßnahmen wie die beiden der SPD ließen sich darin einarbeiten. Die Förderung der E-Mobilität stehe ohnehin im Parkraumkonzept, sagte Rainer Bosse (SSW), und müsse nicht mit einem separaten Antrag thematisiert werden. Für P+R-Parkplätze fehle Eckernförde momentan die Fläche, da gelte es, zusammen mit Umlandgemeinden Lösungen zu finden. Rainer Beuthel (Linke) sah hingegen keinen Widerspruch zwischen der Ausweisung von P+R-Parkplätzen am Stadtrand und der Fortschreibung des Parkraumkonzepts. Die SPD wiederum lehnte die von CDU, Grünen, SSW und FDP beantragte Fortschreibung des Parkraumkonzepts ab. Diese müsse inhaltlich nachgebessert werden. Letztlich gab es eine klare Mehrheitsentscheidung zugunsten der Fortschreibung des Parkraumkonzepts unter sieben Prämissen von einer Bestandsaufnahme und Bewertung der jetzigen Situation über eine Berücksichtigung einer Umnutzung (Wegfall der Parkplätze) oder Bebauung (Tiefgarage) des Exers bis zur Erarbeitung eines Konzepts für Shuttleparkplätze am Stadtrand.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)


17.01.2020

Eckernförde im Ranking weit vorn  

ECKERNFÖRDE – Die Stadt Eckernförde ist nach den von Bürgermeister Jörg Sibbel im Hauptausschuss vorgetragenen Auszügen aus dem Finanzbericht des Innenministeriums vom 16. Dezember 2019 einer der finanzpolitischen Musterknaben im Land. Die geringe Verschuldung, hohen Investitionen und gute Eigenkapitalquote werden insbesondere beim interkommunalen Vergleich deutlich, auf den der Bürgermeister am Donnerstagabend im Ratssaal einging. Gleichwohl müsse man angesichts vieler anstehender Investitionen in vielen Bereichen am Kurs der Haushaltskonsolidierung festhalten. „Es ist wichtig, mit der vierten Stufe der Haushaltskonsolidierung zu beginnen“, sagte Sibbel. Der Bürgermeister wollte die städtische Finanzsituation daher trotz der vom Innenministerium bescheinigten guten Stellung im Land nicht zu sehr abfeiern. „Die Finanzlage in Eckernförde ist solide“, sagte er, wohl wissend, dass Eckernförde bei den Eckdaten im interkommunalen Vergleich sehr gut dasteht. 

Ein paar Daten, die im Bericht des Innenministeriums zur guten Bewertung der Eckernförder Stadtfinanzen herangezogen wurden:

Verschuldung: 6,97 Millionen Euro (Stand 31.12.2019), entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 318 Euro, alle schleswig-holsteinischen Kommunen haben eine durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1851 Euro (Stand 2018). Umsetzungsquote (Verhältnis von Planansatz und Ist-Auszahlung): Hier weist das Land die Kommunen an, eine Quote von mindestens 60 Prozent einzuhalten. Bislang ist dies weitgehend nicht der Fall – von den 32 Kommunen über 20.000 Einwohner unter der Finanzaufsicht des Landes kommen lediglich 10 Kommunen auf eine Umsetzungsquote von über 50 Prozent, zitierte Sibbel. In Eckernförde liege die Quote bei „etwas über 60 Prozent“.

Eigenkapitalquote: Unter den 17 Städten im Land zwischen 20.000 und 70.000 Einwohnern hat Eckernförde mit 52,2 Prozent die dritthöchste Eigenkapitalquote. Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 370 Prozent verfügt das Ostsseebad zudem über den drittniedrigsten Wert.

Auch im Vergleich mit den umliegenden Städten und Gemeinden Rendsburg, Schleswig und Altenholz sowie den Städten vergleichbarer Größenordnung wie Heide und Husum kann Eckernförde punkten, wie der Bürgermeister weiter informierte.

Beispiel laufende Verwaltungstätigkeit: Eckernförde 4,5 Millionen Euro Überschuss, Rendsburg 283.000 Euro Defizit, Schleswig, 291.000 Euro Überschuss, Heide 741.000 Euro Minus, Husum 2,2 Millionen Euro Minus, Altenholz 73.000 Euro Überschuss.

Freier Finanzspielraum: Eckernförde 3,4 Millionen Euro Plus, alle andere sind im Minus: Rendsburg 4,4 Millionen, Schleswig 1,2 Millionen, Heide 7,2 Millionen, Husum 4,1 Millionen, Altenholz 597.000 Euro.

Investitionen: Auch hier liegt Eckernförde als steuerschwache Kommune weit vorn und investiert in diesem Jahr 13,3 Millionen Euro. Zum Vergleich: Rendsburg 9,9, Schleswig 8,0, Heide 6,8, Husum 8,7 und Altenholz 4,0 Millionen Euro.

Überschuss: Eckernförde ist in dieser Runde die einzige Stadt mit einem Jahresüberschuss, alle andere fahren Defizite ein. Eckernförde: plus 1,6 Millionen Euro, Rendsburg -3,6, Schleswig -2,1, Heide -3,1, Husum -2,6 und Altenholz -1,0 Millionen Euro. Und auch in den Folgejahren wird in Eckernförde weiter investiert. 2021: 11,3 Millionen, 2022: 5,8 Millionen, 2023: 1,8 Millionen Euro.

(von Gernot Kühl, Eckernförder Zeitung)