2019

16.01.2019
Grüne fordern sichere Querung für Schüler

Eckernförde – Die Rathausfraktion der Grünen fordert eine sichere Querung der Schleswiger Straße für die Schüler der Gudewerdtschule. Viele von ihnen müssen auf dem Weg zur und von der Schule die vielbefahrene Straße überqueren, um zu der Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite zu gelangen. Ratsfrau Anja Koch teilte mit, dass die Grünen hierzu einen Prüfantrag für den Bauausschuss am 29. Januar einbringen werden. In der Ausgabe vom 26. September hatten die Schulelternbeiratsvorsitzende Carola Bebensee und die Elternsprecherin Silvia Walther auf die Gefährdungslage für die Schüler hingewiesen. Insbesondere zu den Stoßzeiten morgens zwischen 7.30 und 7.45 Uhr und um kurz vor 13 Uhr sehen die Elternvertreterinnen Handlungsbedarf, um vorbeugend Unfälle auf dem Schulweg zu verhindern. Zwar sei der Straßenabschnitt zwischen dem Gebäude der Kriminalpolizei und der Schulzufahrt Johann-Hinrich-Fehrs-Weg als Tempo 30-Zone ausgewiesen, doch es würde dort häufig schneller gefahren. Die Grünen wollen jetzt per Prüfauftrag von der Stadtverwaltung wissen, wie ein Fußgängerüberweg zeitnah im Bereich der Einmündung Johann-Hinrich-Fehrs-Weg eingerichtet werden könnte, welche Maßnahmen dafür erforderlich und wie hoch die Kosten seien. Die Schleswiger Straße sei an dieser Stelle wegen parkender Autos und Busse oft nur sehr schlecht einsehbar, es gebe dort keine Parkplätze, daher stünden Busse und Pkw von Eltern, die ihre Kinder abholen, direkt auf der Fahrbahn. Die Stadtverwaltung sähe die Voraussetzungen für einen Fußgängerüberweg derzeit als nicht gegeben, und es bestehe daher „keine Notwendigkeit (…), dort weitere Maßnahmen zu treffen“, zitierten die Grünen aus einer Stellungnahme der Verwaltung. Laut Straßenverkehrsordnung sollten Fußgängerüberwege aber sehr wohl angelegt werden, „wenn es erforderlich ist, dem Fußgänger Vorrang zu geben, weil er sonst nicht sicher über die Straße kommt. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn es die Fahrzeugstärke zulässt und es das Fußgängeraufkommen nötig macht“ (Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung § 26). Die Grünen vertreten die Auffassung, dass eine sichere Überquerung der Schleswiger Straße für Schüler nicht immer möglich und daher ein Fußgängerüberweg „zwingend erforderlich“ sei. Die Stadtverwaltung hatte im September 2018 betont, dass die erforderlichen Fußgängerzahlen für einen Überweg nicht erreicht würden. Die im EZ-Bericht vom 26. September angekündigte Verkehrsschau zusammen mit der Polizei stehe noch aus. Derzeit gebe es jedoch keine neuen Erkenntnisse, die Anlass zu einer Einrichtung eines Fußgängerübergangs gäben, sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke auf EZ-Anfrage. Es handle sich hier im Übrigen um eine „straßenverkehrsrechtliche Angelegenheit“ in der Zuständigkeit des Bürgermeisters, der allein darüber zu befinden habe.
(Quelle: EZ)